Rabenmark

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Wappen der Rabenmark, © Corvinius  (Künstlerin: Mia Steingräber)
Wappen der Rabenmark, © Corvinius (Künstlerin: Mia Steingräber)

Herrschaft: Markgraf Gernot Aiwulf Lahîris von Mersingen ä.H.
Kanzler: Firnmar Bernhelm von Trollstätt
Heermeister: Welfert von Mersingen ä.H. (Anführer der weltlichen Truppen der Mark)
Landschaften: Nördl. Ausläufer der Trollzacken, Trollpforte, südl. Ausläufer der Schwarzen Sichel, Hügel, Wälder
Geschätzte Bevölkerungszahl (1030 BF): 7.000 (ca. 60.000 im Anspruchsgebiet)
Wichtige Siedlungen: Devensberg (600), Poppenricht (400), Fallersgrund (400), Anderstett (380), Sichelkamm (300)
Vorherrschende Religion: Zwölfgötterglaube (im befreiten Teil, vor allem Boron, Travia und Peraine); sowie verschiedene Kulte und Dämonenanbetungen (im besetzten Teil)
Wappen: Im Zackenschnitt von schwarz und silber getrennt, oben silberne Rabenschwingen
Baronien: Pulverberg (Rab-I-23), Devensberg (RAB-I-22), Aschenfeld (RAB-I-21)
Weitere Baronien im Anspruchsgebiet: Rechthag (RAB-I-01), Trutzenburg (RAB-I-02), Ostenklotz (RAB-I-03), Ährengatter (RAB-I-04), Zumbelweide (RAB-I-05), Sensenhöh (RAB-I-06), Praiosau (RAB-I-07), Rabenfeld (RAB-I-08), Eckelstor (RAB-I-09), Markgräflich Altzoll (RAB-I-10P), Westerklotz (RAB-I-11), Wassertälern (RAB-I-12), Trollstätt (RAB-I-13), Rotenzenn (RAB-I-14), Tälerort (RAB-I-15), Kaiserlich Gugelforst (RAB-I-16K), Gadang (RAB-I-17), Gorbingen (RAB-I-18), Hengefeldt (RAB-I-19), Pfalzgrafschaft Trollsgau (RAB-I-20PG), Balderweith (RAB-I-24)
Sozialstruktur: nominell Markgrafschaft des Mittelreichs, weitgehend unter Ordensherrschaft der Golgariten
Wichtige Adelsgeschlechter: Mersingen, Rabenmund, Bregelsaum, Sturmfels, Greifenstein
Wichtige Befestigungen: Burg Mersingen, Burg Devendoch, Burg Dragenthron, Burg Drudenstein
Garnisonen: 5 Schwingen des Golgaritenordens, Teile der Mersinger Ritterschaft, temporäres Aufgebot von Waffentreuen, Gefolgschaft von Exil-Adligen
Lokale Helden / Heilige / mysteriöse Gestalten: "Kaiser" Answin d.Ä. von Rabenmund ä.H., Hl. Etilia, Hl. Travinian, Der Zwölfte Ritter, Borotin von Mersingen
Wichtige Fest- und Feiertage: 10. Praios (Gedenktag an die Ogerschlacht); 12. Travia (Tag der Treue); 1. Boron (Totenfest); 16. Peraine (Verhüllung Sancta Boronias); 23. Ingerimm (Gedenktag an die 3. Dämonenschlacht)
Stimmung des Landstrichs: In unmittelbarer Nähe zum Todeswall trist und düster, doch aufgrund der Präsenz von Boronis und Ordensrittern in weißen Wappenröcken auch feierlich und klerikal. Die Bevölkerung fühlt sich trotz der nahen Schrecken der Schwarzen Lande sicher - dank der Gewissheit im Tode ein ruhiges und geweihtes Grab zu finden.



Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Rabenmark

»Wenn des Raben Kinder das Tal der Toten hüten,
wird der Mersinger stolzer Spross erheben sein Haupt.
Nimmer werden sie ruhen, nimmer werden sie weichen,
bis einst der Menschen Seele kann sicher ruhen in der Nacht.«
—aus dem Tagebuch des Borotin von Mersingen, 555 BF

Zeitleiste

-Ende Ingerimm 1028 BF: Zerschlagung des Fürstentums Darpatien und Gründung der Rabenmark.
-Firun 1029 BF: Baronie Devensberg samt Sancta Boronia befreit.
-Boron 1030 BF: Im Auftrag des Markgrafen, lobt der Kanzler der Rabenmark ein Kopfgeld auf Ghule aus.
-Boron 1030 BF: Konsistorium (Ordensversammlung) der Golgariten auf Burg Mersingen (pdf)
-Hesinde 1030 BF: Flammenreiter vertreiben Nekromanten aus der Baronie Aschenfeld.
-Firun 1030 BF: Fledermausangriff auf den aschenfelder Peraine-Tempel
-Praios 1031 BF: Gesandtschaft des Drei-Schwestern-Ordens auf ihrer Reise in die Rabenmark in Pulverberg gemordet.
-Ende 1031 BF: Der Knochentreiber, ein Heerführer des Nekromantenrats, hält die Grenzregion zur Rabenmark in Atem.

Die Baronien der Rabenmark

KennzifferLehenVasallStatusBemerkung
Rab IMgft. RabenmarkMarkgraf Gernot Aiwulf Lahîris von Mersingen ä.H.NSC(z.T. besetzt)
Rab-I-01Baronie RechthagBaron Aeron der Jüngere von HerzogenrathNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-02Baronie TrutzenburgBaronin Fiana von KalmansweideSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-03Baronie OstenklotzBaronin Wendeholde von BregelsaumNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-04Baronie ÄhrengatterBaronin Svellima von ÄhrengatterNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-05Baronie ZumbelweideBaron Hurdan von BregelsaumNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-06Baronie Sensenhöh Baron Arnhelm von SensenhöhNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-07Baronie PraiosauBaron Voltan von Firunslicht-WitzeneySC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-08Baronie Rabenfeld Baron Wahnfried von Rabenmund j.H.-StreitzigNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-09Baronie Eckelstor Baron Timor von Neidenwein-SeidenmeinNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-10PMarkgräflich AltzollLandvögtin Arntrude von HengefeldtNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-11Baronie Westerklotz Baronin Irmegunde Fenia von GreifensteinNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-12Baronie Wassertälern Baron Ralmir Arnwulf von TsafeldenNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-13Baronie Trollstätt Baronin Heldfrieda von TrollstättNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-14Baronie Rotenzenn Baron Darian von GarethNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-15Baronie Tälerort Baronin Aldare von Fold-GalebfurtenNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-16KKaiserlich Gugelforst Reichsvogt Geppert von Gugelforst-GarethNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-17Baronie GadangBaron Joanin Cantaray zu Narmoggyn und Gadang NSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-18Baronie Gorbingen Baronin Galana Fay von GorbingenSC(z.T. besetzt)
Rab-I-19Baronie Hengefeldt Baronin Serima von und zu Hengefeldt NSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-20Pfalzgrafschaft Trollsgau Pfalzgraf Tharalf Rottinger von DyllerwübenNSC(z.Zt. besetzt)
Rab-I-21Baronie Aschenfeld Baron Welfert Anachârsis Ephilion von Mersingen ä.H.SC
Junkertum Vierbŷrgen Junker Praiodan Reto von Föhrenstieg-BregelsaumSC
Rittergut Aschenfeld Ritter Grisbart von AschenfeldSC
Rab-I-22Baronie Devensberg Baron Corvinius von Rabenmund-Mersingen ä.H.NSC
Gut SchwarzerdenEdle Lyandra von Schwarzerden SC
Gut SichlingenRitter Ludgar Morwulf III. von SichlingenSC
Sancta Boronia (Boron-Tempel)Hochwürden Aedin zu Naris zu ZwackelfegenSC
Rab-I-23Baronie PulverbergBaronin Elissa Alara von Gareth-Firdayon,
vertreten durch Vögtin Janne von Sensfeld
NSC
Burg MersingenMarkgraf Gernot Aiwulf Lahîris von Mersingen ä.H.NSC
Mgfl. Gut Wachtberg Edle Perchtruda von Buchenhain NSC
Gut LingenEdler Eboräus von LingenNSC
Rittergut EibenseeRitter Raul von Greifenstein SC
Rittergut FallersgrundRitter Marjan Janis von Rabenmund-DreglingenSC
Rittergut TannenhainRitter Gilborn von und zu TannenhainSC
Rab-I-24Baronie BalderweithBaron Ugilmar von Oltlingen-Sensfeld SC(z.Zt. besetzt)


Kursiv = Inoffizieller-SC


Land und Leute

von Elias Moussa und Tahir Shaikh

Von Angesicht zu Angesicht
Äußerlich unterscheiden sich die Rabenmärker nur wenig von ihren mittelländischen Nachbarn. Braune oder schwarze Haare herrschen vor, bei den Frauen meist zu eng anliegenden, praktischen Zöpfen verknotet. Ein stolzer, gestutzter Vollbart nach dem Vorbild des Markgrafen ist bei den Männern noch selten anzutreffen. Viele Rabenmärker sind von drahtigem Wuchs, gezeichnet von der harten Arbeit auf dem Feld oder in den Bergen. Blasse Haut herrscht nicht nur beim Adel vor, auch der Bauer auf seinem Acker arbeit meist unter dunklen Gewitterwolken.

Golgaritenkloster, © Caryad
Golgaritenkloster, © Caryad


Gemüt
In der Rabenmark lebt es sich ernsthafter und schweigsamer, aber gleich sittsam wie in der nachbarlichen Traviamark, mit der man viele kulturelle Gemeinsamkeiten teilt. Natürlich wird auch hier in den Schenken gezecht und das Leben genossen, nichtsdestotrotz ertönen die Lieder nicht ganz so laut und frivol wie anderswo. Besonders Praiostags wird das Ruhegebot strickt befolgt. Gerüchte machen hinter vorgehaltener Hand die Runde, das Boronsrad zum Schutze vor Unheiligem wird schneller geschlagen. Nur wenig vermag die Rabenmärker aus der Ruhe zu bringen, birgt das Leben an der Ostgrenze doch viele Gefahren. Mit einem gewissen Hang zum Fatalismus versehen vertraut man Boron und Travia, dass ein freudiges Wiedersehen im Leben oder im Tod mit den geliebten Menschen möglich sein wird.


Kleidung
Der Stand spiegelt sich auch in der Rabenmark in der Kleidung wieder. Gemeine tragen meist einfache graue oder braune Kleidung, welche züchtig geschnitten ist, darüber lange Schürzen. Unter einer weißen Haube, Zeichen von Reinheit und Sittsamkeit, wird die Haartracht der Frauen vor Wind und Wetter geschützt. Leder und Filz ist allgegenwärtig und wird zu Schuhen, Reitstiefeln, Westen oder Hüten weiter verarbeitet. Nur selten einmal legt der Adel seine kriegerische Kluft ab, stolz trägt er als Würde seines Standes das blank polierte Kettenhemd oder die Familienbrünne zur Schau und unterstreicht damit seine Funktion als Schirmer des Landvolkes.

Ort Devensberg mit Sancta Boronia, Todeswall und Burg Devendoch, © Caryad
Ort Devensberg mit Sancta Boronia, Todeswall und Burg Devendoch, © Caryad

Sitten und Bräuche
Auch in der Rabenmark ist die traviagefällige Gastfreundschaft ein heiliges Gebot. Gleich wo, gleich zu welcher Stunde, gleich um wen es sich handelt – ohne zwingenden Grund darf niemand dem Bittenden die Gastfreundschaft verwehren, es gelten die gleichen Gebote wie in der angrenzenden Traviamark. Allerdings haben sich, bedingt durch die lange Nachbarschaft mit dem Land der Untoten, einige Besonderheiten in der Rabenmark eingebürgert. Der Gast wird eindringlich gemustert und er muss vor dem Eintreten ein wenig Weihrauch einatmen, dessen Geruch, wie der Volksmund sagt, Untote und Frevler sogleich in Totenstarre fallen lässt. Es gilt als unhöflich, den Eingetretenen nach seinem Woher und Wohin auszufragen – es liegt an ihm, die Stille und Unkenntnis zu beenden und sich von einem Fremden zu einem Gast zu wandeln. Der überwiegende Teil der Gäste sind dabei Boron-Pilger, immer mal wieder bitten aber auch Glücksritter, Flüchtlinge oder seltsame, wortkarge Gestalten zumindest für eine Nacht einen Platz am wärmenden Herdfeuer.


Personen der Rabenmark


Wundersame Örtlichkeiten


Die Rabenmark im Spiel

Neben der Trollzacker Wildnis und den abgelegenen Regionen der Schwarzen Sichel eignet sich das Herz der Rabenmark mit ihrem geschichtsträchtigen Umland nicht nur als letzte Station zum Erholen uns Ausrüsten, bevor die Helden in das Land der Toten eindringen. Ob nun unheimliche Szenen rund um Geistererscheinungen und nekromantischer Übergriffe, Aufklärung phexischer Umtriebe der Hehlerei und des Schmuggels von Kriegsgut, oder Spionageplots in die Toten Lande. Einige Dörfer in der Schwarzen Sichel sind noch nicht sicher. Immer wieder kommt es zu Übergriffen von Untoten, marodierenden Söldnern oder Goblins, deren Abwehr heldenhaften Einsatz erfordert. Der Wall des Todes ist immer wieder Ziel von Untersuchungen durch die Golgariten. Doch bisher ist es dem Orden noch nicht gelungen das Rätsel zu lösen. Die Region bietet sich ebenso an, den Helden die Eigenheiten der Rabenmark näher zu Bringen. Seltsam anmutende Gesetze, schweigsame Einwohner mit absonderlichen Riten und ein modriges, von Krieg und Plünderungen gezeichnetes Land, aber auch der Transport von Kriegsgütern und Artefakten an die Front, mögen allerlei Aufhänger für spannende und gruselige Abenteuer bieten. Von Burg Mersingen und Burg Devendoch aus betreibt der Orden die Eroberung der besetzten Gebiete und greift dabei gerne und oft auf Heldenhilfe zurück.

Publikationen

Wichtigste Quellen

Weitere Quellen

Erwähnungen

Karten, Wappen, Bilder usw.

  • AB 122 Seiten 19 (Bild), 20 (Karte)


Briefspiel der Rabenmark


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